Philip Büchler

40% - Finest Consumer and Enterprise IT Blend

Weekend Reader Woche 30

Geschrieben: 26 July 2015.

Seine Mailbox entlasten…

Mails sind noch immer Geschäftsalltag und trotzen den Totsagungen in hippen Web-Entwicklermagazinen und Co. Microsoft scheint auf einer Mission die Produktivität auch in normalen Konzernen neu zu erfinden. So bringen sie mit «Send» einen E-Mail basierten Messenger. «Send» gibt sich gegenüber dem Anwender wie ein Messenger, basiert jedoch auf der E-Mail-Adresse.
Clever. Damit sind Zugriffsthemen, mobile Geräte, etc. wohl schon gelöst. Wer hat denn heute nicht EAS und Remote Access auf seine Mailbox?

Zahlen

Microsoft muss aber wohl auch etwas tun. Zum wiederholten Mal trübt ein Abschreiber das Ergebnis. Langsam blutet Microsoft. Ein Bluten, dass eine Firma von ihrer Grösse verkraften kann, aber mit düsteren Zukunftsaussichten trotzdem bedenklich. Düster, weil man im Wachstumsmarkt «Mobile» weiterhin Potential, aber noch wenig Geldflüsse hat. Düster, weil das Ursprungsgeschäft immer stärker unter den schrumpfenden Margen leidet.

Apple läuft es weiterhin hervorragend. Kein Grund sich auszuruhen aber vielleicht auch nicht gerade ein Indiz für ein baldiges Ableben der Firma.

Microsoft ist aber auf einem neuen Kurs. Die zugekaufte Lösung Wunderlist integriert nun auch mit der «Konkurrenz». HipChat ist die Messaging Lösung der Australier von Atlassian. Atlassian die auch ein Produkt haben, welches in mehr oder weniger direkter Konkurrenz zu Sharepoint steht. HipChat, dass in mehr oder weniger direkter Konkurrenz zu Skype und Yammer steht. Nun diese Produkte durch Integration besser machen? Unter Steve Ballmer wohl undenkbar.

Youtuber interviewt Staatschefin

Amerika hatte den Schritt schon gemacht. Jetzt war auch Deutschland dran. Ein 27-jähriger Youtuber namens Florian Mundt interviewte Angela Merkel. Sehr vorhersehbar war die Reaktion der etablierten Presse. Denen hatte man vermutlich eine gewisse Kontaktfläche entzogen und entsprechend reagieren sie. Die Kritik ist verständlich, jedoch muss man sich fragen ob die Gefahr durch Youtube (oder ähnliches) nicht grösser ist als man meint? Gerüchten zufolge sehen «Junge» heute fast kein klassisches Fernsehen mehr. Videoportale mit ihren 10 Minuten Unterhaltungsfetzen sind viel beliebter als redaktionell aufbereitete Inhalte. Werbung verlagert sich langsam und das Potential für Mobile und Internet ist noch vorhanden. Das Geld wird irgendwo abgezogen. Zeit für Veränderung.

Erste News zum neuen iPhone

Als Informationsfetzen wenig interessant, als Information zum Produktionsprozess allerdings schon. Die «Leaks» kommen jedes Jahr etwa zur selben Zeit. Sobald Apple in Masse in Asien produziert halten die Informationsschotten aus Cupertino nicht mehr dicht. Ab jetzt machen also auch Artikel zu Dingen die das neue iPhone können sollte, wenig Sinn :)
Auch einen Blick «hinter die Kulissen» bietet der «Analyst-Call» und die dort gemachten Aussagen von CEO Tim Cook.

Apple Watch Review - HW Edition

Anandtech ist bekannt für äusserst umfangreiche Reviews zu allerlei Produkten. Wer sich also für die Kniffe der Hardware interessiert, hat jetzt ausserordentlich Lesefutter.

Wer gerne Aussagen zu Erfolg oder Misserfolg des Produkts hat, sollte diesen NY Times Artikel nicht lesen.

Vor der eigenen Türe…

TheVerge schrieb einen Artikel über die Unzulänglichkeiten moderner Mobile Browser. Ein Eigentor könnte man sagen. Danach hatte man sich für die Seite theverge.com interessiert. Und da gäbe es einiges zu wischen…

Was Gründer lesen

Was für Gründer wertvoll ist, kann für uns nur recht sein, oder?

Weshalb?

Podcasts werden zu 82% auf iOS gehört. Weshalb? Wenn man es mit dem Marktanteil von 41% vergleicht, ist es doch eine grosse Diskrepanz.

Kann unter anderem mit zwei Hypothesen begründet werden:

  1. Android Käufer sind oftmals ehemalige «Featurephone» Käufer und investieren nicht viel Zeit in «smarte» Funktionen.
  2. Es gibt für Android Nutzer weniger Podcasts und das Medium ist eher Apple zentriert.

Beide sind schwer beweisbar.

Eine weitere hilfreiche Information ist die Wahl des Podcast-Clients. Ein äusserst lebhafter Markt auf iOS. Nebst meinem Favorit Overcast gibt es diverse Alternativen. Aber eben auch ein Angebot von Apple welches direkt installiert ist. Dieses Angebot wird von Snobs etwas belächelt, hat es doch funktionale Lücken und Schwächen, aber doch wird es von 78% der Anwender verwendet. «The Power of default» ist immens. Wie auch Apple Maps mehr Verwendung findet als Google Maps, wirkt die Tatsache auch auf Podcasts.
Hat Apple nicht gerade einen Musikdienst eingeführt der vorinstalliert ist?

Wie sich die Sprache des «Business» verändert

Die Macher der Bücher «Business Model Generation» und «Value Proposition Design» haben im Buch BMG ein interessantes Zitat welches ich nicht mehr genau weiss und nicht finde. Sinngemäss geht es um die Unruhe der heutigen Zeit durch ständige Veränderung und Adressierung mit Werkzeugen aus den sechzigern. Die Porter-Marketingmodelle und die Balanced Scorecards sind allesamt gehörig alt. Das neue Modelle im Kommen sind, zeigt der Post von Strategyzer.


Was ist Twitter?

Geschrieben: 20 July 2015.

Was ist Twitter? Wozu brauchst du Twitter? Das bringt doch nichts.

Die Gespräche hatte wohl schon jeder, der in der ein oder anderen Form auf Twitter unterwegs ist. Selber seit 2008 mehr oder weniger intensiv im Bann des blauen Vögelchens, habe ich mir folgende Antwort bereit gelegt:

Twitter ist wie ein Apero

Hä? Darauf lässt sich kaum eine Social-Media-Guru Karriere aufbauen, ich weiss. Doch es ist nicht falsch. An einem Apero trifft man bekannte und unbekannte Personen. Man kann über das Wetter plaudern oder über das Resultat des letzten Spiels. Alles ist möglich. Ein Apero kann simple Unterhaltung sein. Ein Türöffner für Themen. Eine Inspiration etwas anders anzugehen. Das alles kann Twitter auch.
Ein Apero kann aber auch eine Verpflichtung sein - man muss halt hin weil alle anderen gehen. Oder reine Zeitverschwendung. Auch das kann Twitter.
Es ist im Kern ein Kanal für Text, Bild und Video, der als Spezialität die Zeichen seiner Nachrichten beschränkt. Daraus bildeten sich verschiedene Kreise. Und wie in einem Apero neigen diese sich bildenden Gruppen zum Lästern und Jammern. Es ist ein Ventil unter Gleichgesinnten. Aus dem zustimmenden Nicken oder dem Lachen bei der Pointe wird ein «Favourite». Aus dem Tisch wechseln und den Witz nacherzählen, wird der «Retweet». Den Leuten an deren Tisch man sich wieder stellen würde, «folgt» man und irgendwann werden es so viele, dass man sich Listen anlegt. Es gibt die populären die sich gekonnt ausdrücken, immer witzig sind und nie allein ein Bier trinken, und es gibt die Introvertierten die in einer Ecke stehen stehen und sich still ihre Gedanken machen. Das «Social» in «Social Media/-Network» sagt es. Es ist eine Abbildung unserer Gesellschaft und deren Regeln und Gepflogenheiten. Verschoben und globalisiert durch das Internet.

Es ist schlussendlich was du daraus machst.


Artikel 1-2 von 81