Philip Büchler

40% - Finest Consumer and Enterprise IT Blend

Weekend Reader Woche 21

Geschrieben: 22 May 2015.

Die Kosten von Performance

Die Einführung von «Instant Articles» von Facebook gibt zu reden. Die Performancegewinne gegenüber klassischen Webseiten ist aber beträchtlich und gibt zu denken. Lohnen sich die Javascript-Funktionen und -Libraries wirklich? Versuchen wir nicht Webseiten mehr aussehen zu lassen wie Apps? Etwas was uns kaum je komplett gelingen wird. Weshalb nicht «back to the roots»?

Siehe auch Om Maliks Einschätzung zur Repriorisierung von Geschwindigkeit.

Einfache Regeln in einer komplexen Welt?

Für Entscheidungen brauchen wir Daten. Terrabyteweise Daten. Oder etwa doch nicht?

“Our answer, grounded in research and real-world results, is that simple rules tame complexity better than complex solutions.”

Fussball Kommentatoren sind Künstler

Wenn in der Schweiz auch selten in Wort, so doch in Teilen der Welt in Zeichnungen.

Preview von Fresh Paint

Die MS Paint Nachfolge hat mein Herz noch nicht ganz gewonnen. Es macht gut was Art Rage schon machte: Digitale Nachbildung von Papier und Wasserfarben. Es sieht aber für meinen Geschmack zu «skeuomorphic» aus. Heutiges Logo wurde mit Bamboo Paper für Windows 8 gezeichnet. Auf einem Tablet für 59.- :) Walk the talk, gäu.
Anyway. Neue Version für Windows 10 Preview. Konnte ich mangels Windows 10 Gerät nicht testen.

Sunrise Calendar

Caschy stellt uns Sunrise Calendar etwas näher vor. Ansatz mit Integration von Drittdiensten ist zeitgemäss und sollte konzeptionell übernommen werden. Exchange 2016, vielleicht?
Sunrise wurde ja von Microsoft gekauft. Und wenn man sich ein Konzept wie Flow ansieht, glaubt man schon, dass Microsoft wieder einige Veränderungen mit ihrer Produktivitätssuite vor hat. Auch neue Taskverwaltung könnte bald Realität werden.

Ablenkung mit selbstfahrenden Autos?

Eine sehr provozierende aber erfrischende These. Andreas Von Gunten sieht in der Aktion ums selbstfahrende Swisscom-Auto eine geschickt platzierte Message.
via Sprain.

PDF2Code

Irgendwas zu PDF war gestern. Nun machen wir aus PDF direkt Apps. Wozu? Konnte ich mir auch noch nicht beantworten.

Macbook Pro Retina das beste Windows 10 Gerät?

Warum nicht. Screen und Touchpad sind ausserordentlich und auch für Gesten bestens geeignet.

Zeiteinteilung nach Google

Wir verwenden 70% unserer Zeit auf unser Kerngeschäft Suche und Werbung. Wir verwenden 20% auf angrenzende Geschäftsfelder: Google News, Google Earth und Google Local. Und 10% sind den Dingen gewidmet, die tatsächlich ganz neu sind.

Das wäre mal ein Strategiepriorisierungsansatz.

Die Zukunft ist mobil - oder doch nicht?

Mobil ist nicht nur ein Geräteentscheid, sondern auch ein Kontext. Meist werden mobile Endgeräte aber gar nicht «on the go» verwendet, sondern stationär. Auf dem Sofa, oder seien wir ehrlich, auf dem Klo. Deshalb macht es wenig Sinn Benutzerfunktionen zu verstecken und übermässig auf den sich bewegenden Anwender zu optimieren. Voller Umfang mit der Wahlmöglichkeit durch den Anwender will uns Benedict Evans sagen.

Hinter den Kulissen der Entwicklung der DB

Die Entwickler streiken glücklicherweise nicht und lassen uns hinter die Kulissen der Entwicklung der  Watch App werfen. Sorry der Tiefschlag musste sein.

President of the united states

Ich mag den Wortwitz in der Kommunikation mit Bill Clinton. Ob von Obama selbst oder von Ghostwritern.

Und weil wir grad dabei sind…

.. und von berühmten Männern und Twitter sprechen, sollten wir auch die Charme-Offensive unseres Chefs würdigen. Andreas Meyer stand Twitterern und -innen Red und Antwort und nutzte den Moment für etwas Werbung für den Swisspass. Super Aktion von @andreajerger.

Siehe auch den Bericht von Martin Rechsteiner und den Bericht von «Gmerkigs».

Freischaffler entdecken Multispace

Arbeiten wo die Arbeit am besten erledigt werden kann. Bei uns schon Realität. Ömu haubs.

Video: Intels Arbeitsvision

Wenn ich mir meinen Tweet so ansehe, sind wir nicht weit davon entfernt.

Wie Richard Stallman surft

Wie ich auf Twitter dem Korhan schon sagte: Ich bin zu bequem für Prinzipien.

Video: Office Lens

Volker Weber erklärt Office Lens. Die Powerpoint Funktion begeistert mich!

Einfache Erklärungen

Jetzt hatten wir schon einfache Regeln, jetzt noch einfache Erklärungen. Und am Ende kommt dieser Büchler noch und sagt die Welt sei gar nicht so komplex. Nein, nein. Aber das Buch XKCD-Zeichner Randall Munroe sieht grossartig aus. Optisch und inhaltlich. Am ersten Oktober hätte ich Geburtstag. Nume so.

Gerüchteküche über iPads

iPad Pro. Die Gerüchte reissen nicht ab. Ich würde es gerne sehen, auch wenn ich inzwischen auf Hypothesenbasis die Fronten gewechselt habe ;)

Auch das Macbook ist einfach ein wunderschönes Gerät.

Stapelbares Essen

Kunst. Tolle Kunst. Vermutlich vorgängig tiefgefrorene Kunst?

Und Lack. Ich tippe auch etwas Lack.

Zeitaufschreibung in Einfach

Nicht detailliert für Projektabrechnung zu nutzen, aber um grob zu wissen wie lange man in der Grube ist, sicher ne tolle Lösung.

Alternativ auch Rewind, welches Macstories empfiehlt.

CSS Wortspiele


Windows 10 - Die Zeit ist reif

Geschrieben: 18 May 2015.

“It embodies the notion of hardware and software really pushing each other”

Steve Ballmer, CEO Microsoft im Juni 2012 bei der Vorstellung des ersten Surface Tablet.
Es war der Beginn eines neuen Wegs den Microsoft ging. Weg vom reinen Angebot von Software, hin zur Herstellung und zum Vertrieb von Hardware. Die alten Lehren der Computerindustrie wurden in den vorangehenden Jahren völlig umgekehrt1. Mobile hatte andere Regeln. Der Consumer-Markt hatte andere Regeln. Microsoft verlor nach und nach an Relevanz und Zukunftsaussichten. Aus einem “Partnerbusiness” kommend, wurde der Schritt zur eigenen Hardware kritisch beäugt. Hardware-Hersteller die bisher in Ko-Existenz mit Microsoft lebten, hatten plötzlich Konkurrenz zu fürchten. Ballmer versicherte immer, dass Surface nur ein Vorstoss sei um die Möglichkeiten der Hardware zu zeigen. Die Grenzen zu erreichen und zu verschieben.

Seit 2012 ist viel passiert. Steve Ballmer trat als CEO zurück und Satya Nadella übernahm seine Position. Er hat mit “mobile first - cloud first” eine starke Vision etabliert. Die Vision wird mit den Aktivitäten von Microsoft untermauert. Flagschiffprodukte wie Office werden nicht nur für die eigene Plattform angeboten, sondern existieren auch auf den Plattformen der Konkurrenz. Sie werden nicht nur angeboten, sondern auch aktiv weiter entwickelt. Teils mit exklusiven Funktionen für Fremdplattformen. Dies im Sinne der Erhöhung der Attraktivität der MS eigenen Cloud-Angebote.

In der Öffentlichkeit und speziell in Unternehmen, bleibt das populärste, sichtbarste Produkt Windows. Windows hat eine bewegte Geschichte. Abseits der öffentlichen Wahrnehmung bewegt es sich in Wellen:

Eine Version floppt, die nächste Version toppt. Was bei Intel die Tik-Tok-Strategie, scheint bei Microsoft die Flop-Top-Strategie. Witzig dabei ist, dass sich niemand daran erinnert wenn die nächste Version kommt. Der Hype der Medien und das Engagement der Sales-Mannschaft lässt vergessen was uns die Geschichte lehren könnte.
Und nun ist es soweit. Mit Windows 10 steht die nächste Version vor der Tür. Die “ewige” Version die den Versionfluch brechen will. Und meiner Meinung nach ist die Zeit für Windows 10 reif. Es ist der richtige Zeitpunkt für die erneute “Dominanz” in Unternehmen (bitte kein Kriegsgehabe). Diese Hypothese stütze ich auf drei Säulen:

Hardware ist soweit:

Es gibt diverse Entwicklungen2 die mich optimistisch stimmen. Es mag heute noch nicht direkt im Geschäft kaufbar sein, doch die Bewegungen lassen eine spannende Zukunft erahnen. Und wie ich in meinen Tipps zu Prognosen schon schrieb, sollte man bestehende Hardware Limitationen nicht zu hoch gewichten. Mit dem Surface Pro 3 und dem Surface 3 zeigt Microsoft Geräte die es mit heutigen Ultrabooks mehr als aufnehmen können. Durch die bessere Integration in Unternehmen, können sie meiner Meinung nach auch den bisherigen Tablet-Lösungen gefährlich nahe kommen.
Die anderen Hersteller ziehen im Sommer/Herbst nach, bringen einen gesunden Wettbewerb und auch für Unternehmen notwendige Support- und LifeCycle-Prozesse denen es Microsoft noch mangelt.
Der mobile Wissensarbeiter hat vielleicht genug von der Multi-Device-Realität und trägt gar nicht mehr alle Geräte mit sich. Hier ist das Versprechen eines guten Notebooks und eines Tablet dass gut genug ist, sehr verlockend.

Software ist soweit

Nebst dem Komfortgewinn und der Erschliessung neuer Arbeitskontext (räumlich und zeitlich) die uns iPad & Co. brachten, profitiert der Wissensarbeiter 2015/2016 auch von reifer Software. Microsoft versprach uns bereits mit Windows 8 die Zusammenführung der Formfaktoren, stiess aber mit veränderten Anwendungsmustern viele Anwender vor den Kopf. Anwender liessen Windows 8 Geräte in den Regalen stehen, Entwickler entwickelten nicht für die neuen Möglichkeiten, Unternehmen stiessen keine Erneuerungsprojekte an. Ein Teufelskreis dessen Gründe sich schwer erklären lassen. Mit der Wellenbewegung von Windows war es allerdings erwartbar. Und nun sind wir mit Windows 10 in der Top-Welle. Unternehmen werden Windows 7 ablösen wollen. Entwickler werden mit Brücken attraktive Umstiegsmöglichkeiten geboten. Anwender werden sich mit dem Besten aus der Windows 8 und der Windows 7 Welt gut zurecht finden.

Mobile Lösungen treten auf der Stelle

In einer offensichtlich leicht frustrierten Stimmung schrieb ich im Februar 2014 folgendes:

Kleiner, zugegeben einseitiger Exkurs in die relevante Mobile-Geschichte. Nur um den Grössenwahn gewisser Software- und Service-Anbieter, Mobile-Projektleiter, etc. etwas zu korrigieren. Wir arbeiten als Mobile Enterprise Branche daran den Status 2006 wieder herzustellen. Mich beeindruckt ihr wenn ihr bei ‘Pitches’ und Konferenzen andere Beispiele bringt als Intranet, Dokumentensync oder das Menü der Kaffeeteria als Mobile App.

Das Fazit ist aber auch ein gutes Jahr später noch gültig. Wir sind nicht viel weiter. Mobile in seiner Consumer-Renaissance brachte uns unverzichtbares. App Stores mit ihren Bezahl- und Installations-methoden. Apps mit einfachen User-Interfaces und bewusst reduzierten Bedienungen. Bereitstellungs- und Betriebsmodelle die private Hardware in Unternehmen nutzbar machten. Weiterhin dickes Danke dafür.
Doch was wir Unternehmen daraus machten, ist bisher bescheiden. Es gibt einzelne Business-Anwendungen die Profit aus den neuen Möglichkeiten schlugen. Die meisten lösten aber Excel-Formulare durch gecodete Formulare ab.
Microsoft will uns diese “Formulare” einfach übernehmen lassen. Die Brücken helfen Android- und iOS-Entwicklern beim Umstieg. Anders als im Konsumentenmarkt, muss sich der Unternehmensentwickler um die Betreuung einer weiteren Plattform kaum kümmern. Windows ist hier eh schon Realität. Gewisse Anforderungen müssen vielleicht nicht mal in App-Code gegossen werden, sondern können ihren Nutzen bereits über Webbasierte Intranet-Anwendungen generieren.
Wenn Microsofts Ankündigungen im Detail halten was sie versprechen, könnten Unternehmen ihre iOS- und Android-Lösungen einfach portieren. Man hätte also das gesamte Lösungsportfolio des Notebooks, angereichert durch bisher entwickelte Mobile-Lösungen, im attraktiven Integrationspaket von Windows (transparentes VPN, Corporate WLAN, etc.).

  1. Es wurde immer gelehrt, dass man nur mit horizontalen Geschäftsmodellen Erfolg haben kann. Ein Hersteller verantwortet das Betriebssystem, andere Hersteller die Hardware. Durch Optimierungen auf diesen Stufen würde die Produktion günstiger. Ein kleines gallisches, ähm kalifornisches Dorf (Apple) scherte sich aber nicht um diese Regeln und produzierte vertikal möglichst vieles selber. Sie optimierten in der Integration und brachten so Features die nur Apple bringen konnte.

  2. Das Macbook von Apple zeigt die konsequente Umsetzung einer Entwicklung die Portabilität ins Zentrum setzt. Batterientechnik und USB-C sind Lektionen die PC-Hersteller abschauen können. USB-C als Lade- und Übertragungstechnologie hat Potential den Kabelsalat auf „shared Desks“ zu reduzieren. Intel setzt mit WiDi und WiGi noch einen drauf. An Sitzungen ohne Kabel schnell Präsentationen zu machen? Bald möglich.


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